Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Für den ÖPNV fordert die FDP Verbesserungen insbesondere den Ausbau des Schnellbahnnetzes. Die Schaffung der sogenannten Stadtbahn als viertem schienengebundenem Verkehrsträger in Hamburg neben S-Bahn, U-Bahn und AKN lehnen wir jedoch aus verkehrspolitischen Gründen sowie auch aus Kosten-Nutzen Gründen ab.

Die FDP begrüßt den Bau der S4 zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Bad Oldesloe über Rahlstedt. Im Rahmen des Ausbaus der Bahnstrecke sind abweichend von den bisher vorgestellten Planungsentwürfen folgende Punkte zu realisieren:

  • Errichtung einer zusätzlichen Station im Bereich Eichberg/Höltigbaum, um den Rahlstedter Ortskern vom Pendlerverkehr zu entlasten. 

Die Belange des Lärmschutzes sind im Rahmen des Streckenausbaus bestmöglich zu berücksichtigen.

Unverändert fordern wir die Realisierung des U-Bahn-Anschlusses für Bramfeld und Steilshoop und zwar über eine Trasse, die vom Barmbeker Bahnhof ausgeht. Die FDP lehnt eine Stadtbahn aus Kosten-Nutzen-Aspekten ab. Die Erweiterung der bestehenden U-Bahn ist unter Kosten-Nutzen Aspekten gegenüber einer Stadtbahn vorzugswürdig.

Langfristig fordert die FDP Wandsbek den Bau einer U-Bahnlinie von der Haltestelle Wandsbek Markt über Jenfeld und und Hohenhorst nach Großlohe zur besseren Verkehrsanbindung sowie zur Aufwertung der angebundenen Quartiere und Stadtteile. Wir setzen uns für eine Verlängerung der neuen U3 über Wandsbek-Gartenstadt hinaus bis nach Farmsen ein. Eine Verlängerung dieser U-Bahnlinie nach Farmsen würde zu einer Verlagerung der Verkehrsströme von bis zu 45% der Fahrgäste führen und damit die Linie U1 - insbesondere in den Hauptverkehrszeiten den Umsteigepunkt Wandsbek Markt - deutlich entlasten. Wir setzen uns für einen 5-Minuten-Takt der U1 bis 20:30 Uhr ein. Das Fahrplanangebot muss den verlängerten Ladenöffnungszeiten angepasst werden.

Die FDP Wandsbek fordert, weitere Schnellbahnhaltestellen durch die Erhöhung der Bahnsteige und den Einbau von Aufzügen behindertengerecht auszubauen. Langfristig sollten alle Haltestellen in Wandsbek behindertengerecht ausgebaut werden.

Um das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel noch attraktiver zu gestalten, wollen wir neue P+R-Parkplätze an den Haltestellen einrichten bzw. erweitern sowie weitere Stationen behindertengerecht ausbauen. Die Einführung von Parkgebühren in den P+R-Häusern lehnen wir ab. Der Ausbau der P+R-Häuser ist in Abstimmung mit dem Land Schleswig-Holstein sowie den Gemeinden der Metropolregion voranzutreiben. Die Parkkapazität an der U1-Endhaltestelle Ohlstedt sollte erweitert werden. Für die geplanten Stationen der neuen S4 sind Flächen für P+R-Häuser langfristig zu sichern.

Die FDP Wandsbek setzt sich für ein Pilotprojekt für mehr Service und Sicherheit an den Umsteigepunkten Poppenbüttel und Wandsbek Markt ein. Durch zusätzliches Servicepersonal wollen wir den Zugang zur Station für Ältere, Behinderte und Eltern mit Kindern erleichtern, die Fahrgastinformation verbessern und das subjektive Sicherheitsempfinden stärken. Aus diesem Grund sehen wir den Einsatz des Service- und Sicherheitspersonals auch in den Abendstunden sowie in den Wochenendnächten vor.

Wir wollen, dass das Busnetz in Wandsbek weiter ausgebaut wird, um für noch mehr Menschen eine Alternative zum Auto anbieten zu können. So setzen wir uns dafür ein, dass für die Volksdorfer Ringbuslinie 375 ebenso wie die Buslinie 376 zwischen Bergstedt und Duvenstedt werktags die Taktfrequenz erhöht wird und auch an den Wochenenden ein regelmäßiges Angebot gefahren wird. Zudem fordern wir eine durchgehende Busverbindung zwischen Poppenbüttel und Bargteheide. Für die Buslinie 164 in Rahlstedt fordern wir eine Verdichtung des Angebotes auf einen 20-Minuten-Takt an Werktagen sowie für die Buslinie 368 eine Taktverdichtung in den Abendstunden und am Wochenende. Für die Buslinie 162 fordern wir eine Erhöhung der Taktfrequenz im morgendlichen Schul- und Berufsverkehr.

Zur besseren Erschließung des Naherholungsgebietes Duvenstedter Brook wollen wir die Buslinie 478 nach Kayhude zum U-Bahnhof Ohlstedt verlängern und einen Taktverkehr für den Ausflugsverkehr an Wochenenden im Sommerhalbjahr anbieten.

Die FDP Wandsbek setzt sich für den Erhalt der Schnellbuslinien ein. Gleichzeitig fordern wir jedoch, den Zuschlag für die Benutzung dieser Linien zu streichen. Schnellbusse benötigen fast die gleichen Fahrzeiten wie herkömmliche Stadtbusse und fahren deutlich langsamer als Schnellbahnen, die nicht zuschlagspflichtig sind. Ein Zuschlag, der für viele Fahrgäste eine hohe finanzielle Barriere darstellt, ist schon lange nicht mehr gerechtfertigt. Für die Linien 35 und 37 (Jenfeld-Hbf bzw. Bramfeld-Hbf) fordern wir eine höhere Taktfrequenz in den Hauptverkehrszeiten, um die zu erwartende höhere Nachfrage bei Wegfall des Zuschlags abzufedern.

Die FDP Wandsbek fordert, die Schnellbusse mit Routern für den kostenfreien WLAN-Empfang auszustatten, wie es auf den Linien 3 und 31 in Pilotprojekten bereits umgesetzt wurde.